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Hand am Beet
 
Eine Intervention zur balkoniade & knapp daneben, einem stadtteilübergreifenden Rundgang durch Steilshoop und das Quartier Essener Straße. (29. August 2010)
 
In einer Aktion wird der Begriff Kontinuität in seine Buchstaben zerlegt, diese nummeriert und auf einer Rasenfläche eines großen Innenhofs verteilt mit Kreidespray aufgebracht.
Die Teilnehmer/innen am Rundgang erhalten ein Armband mit dem Aufdruck K1O2N3T4I5N6U7I8T9Ä10T11 und eine Karte mit Begriffserklärung zur Verteilung in die Postkästen ihrer Nachbarschaft ...

Heute muss niemand mehr aus dem Haus gehen, um die weltweiten Neuigkeiten zu erfahren und auch das „Mitreden“ kann scheinbar von zu Hause aus erledigt werden. Das Internet und die Vielzahl an TV-Programmen machen es möglich, „Heimat“ als nur noch mediale Zugehörigkeit, als häusliche „Gestimmtheit“, als nicht durch Dritte verifiziertes Selbstbild (Image) zu definieren.
 
Der öffentliche Raum verlagert seine „Kontinuität“ – und das galt bislang als paradox – in anonymisierte private Zirkel, „Communities“ genannt, die ohne körperlichen Kontakt funktionieren. Mit dem Rückgang des öffentlichen Lebens als körperliche Kontaktebene führen im realen öffentlichen Raum der Städte zunehmend Immobilienspekulationen die Feder. Doch Bürger fordern jüngst wieder offensiv ein „Recht auf Stadt“, eine realkörperliche und inhaltliche Teilhabe an Begegnungen des öffentlichen Lebens, die mehr ist als anonymisierter Konsumraum. Wird der Armsessel mit dem Häkeldeckchen bald wieder draußen aufgestellt?






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